Alexandru T. Balaban (1931 – )

Alexandru T. Balaban (1931 – )

Alexandru T. BalabanAlexandru T. Balaban

Chemiker

Balaban wurde in Timisoara, Rumänien, geboren, machte seinen Abschluss als Chemieingenieur an der Polytechnischen Universität in Bukarest (UPB), setzte seine Studien der Radiochemie fort und erhielt in den Jahren 1959 und 1974 zwei Doktortitel.

Er hielt Vorlesungen an der Harvard University.Er hielt Vorlesungen an der Harvard University.

1961 gründete er das Labor für Isotopisch Markierte Verbindungen am Institut für Atomphysik in Bukarest. Zwischen 1967 und 1970 war er Forschungsleiter bei der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien, Österreich. Von 1970 bis 2000 leitete Balaban die Polytechnische Universität Bukarest und lehrte vielen Studentengenerationen allgemeine und organische Chemie. Seit 2000 ist er Professor für Chemie am der Texas A&M University in Galveston. Als Gastprofessor wurde er an eine Vielzahl von Universitäten weltweit eingeladen (Harvard, École Normale Supérieure etc.).

Pyryliumsalz (C5H5O+)Pyryliumsalz (C5H5O+)

Zu Balabans verschiedenen Forschungsinteressen zählen die experimentelle organische und bioorganische Chemie, insbesondere Reaktionsmechanismen und freie Radikale.


Er wird für seine bemerkenswerten Leistungen in der mathematischen Chemie anerkannt, insbesondere bei den chemischen Anwendungen der Graphen-Theorie und der chemischen Topologie. Er führte viele neue topologische Indizes und andere molekulare Deskriptoren zur modellhaften Molekulardarstellung von Stoffen ein. Einer dieser Indizes ist als Balaban-Index bekannt und wird bei der Medikamentenentwicklung erfolgreich eingesetzt.


Während seiner Laufbahn war er Mitglied im Redaktionsrat von zehn Fachzeitschriften. Neben seinen Büchern zählen siebenhundert Beiträge in Gutachterjournalen zu seinen Veröffentlichungen. Er ist Mitglied der rumänischen Akademie der Wissenschaften und Ehrenmitglied diverser weiterer Akademien.